Don’t miss Makode Linde in Berlin

Tomorrow (6 November 2010) is the last day for my friend Makode Linde’s exhibition From Porn Star to Connoisseur at La Kitch’n/Pantocrator Gallery in Berlin:

was macht den mann zum mann?

die männliche gesichtsbehaarung ist wohl eines der eindeutigsten zeichen des mann-werdens. 13 jährige lassen sich den flaum auf ihren oberlippen stehen um sich so von ihren (noch) flaumlosen freunden zu unterscheiden. und bereits achtjährige imitieren im badezimmer ihre väter, seifen sich ein und “rasieren” sich mit der stumpfen kante eines kamms den fiktiven bart.

die vielfalt der männlichen geischtsbehaarung erscheint fast wie ein letzter kleiner triumpf einer (alt)herren riege über die emanzipation. eines letztes gebiet auf dem man(n) sich austoben kann.

was treibt einen mann dazu, sich einen bart wachsen zu lassen? was treibt einen adolf hitler dazu, seinen kaiserbart abzurasieren und die klägliche imitation eines schnurbarts für den rest seines lebens zu tragen und somit zu einem symbol des grauens des dritten reichs werden zu lassen? wäre der heutige trend zum vollbart möglich, hätte hitler einen getragen? warum feiert der stalinbart ein revival nach dem anderen? war sadam hussein im erdloch ein trendsetter?

wer versteckt sich hinter einem bart? was bleibt, wenn man dem monster seinen bart nimmt? wie stark prägt unsere vorstellung des grauens die gesichtsbehaarung der agitatoren?

in makode lindes serie “From Porn Star to Connoisseur” spielt der künstler in 62 porträts die möglichenkeiten der kennzeichnung durch gesichtsbehaarung durch. bekannte bärte auf unbekanntem (?) gesicht. der bart als indentifikation, die macht der gesichtsbehaarung…

„Adolf Hitler, dem sein Bart, ist von ganz besondrer Art. Kinder da ist etwas faul: Ein so kleiner Bart und ein so großes Maul.“
Bertolt Brecht

As it happens, one of his brilliant portraits hangs on my wall and brightens up my day every time I look at it:

Next stop for the exhibition is Barcelona, I think.

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